It’s not enough to be a nice guy
Die wollen alle ficccken, ugh. Wie man trotz Entfernung Nähe aufbauen kann und wie ich für eine Autolackiererin gehalten wurde. Gute Nacht, Österreich, du Nazi-Land!
CN: mental health (suicidal thoughts)
Ficccken
Ich bin erschüttert aufgewacht, schreibe seitenweise in mein Tagebuch. In nur 30 Jahren habe ich ein beachtliches Päckchen an Trauma angesammelt, was mach ich jetzt damit? Integrieren sagt meine Therapeutin und nach langem Ankämpfen gegen diesen Begriff, checke ich ihn so langsam. What you’ve been through does not define you, sagt meine Astrology App. Mhm. Ein bisschen hab ich das Gefühl, dass ich genau aus diesem Trauma meine größte kreative Macht schöpfen kann. Weil was anderes, als das Beste draus zu machen, bleibt mir jetzt auch nicht mehr übrig. Meine künstlerische Ader habe ich ja bereits aufgeschnitten und stochere begeistert in der offenen Wunde herum, es ist faszinierend, das alles zu teilen mit der Öffentlichkeit. Verträumt betrachte ich das Senfglas in meinem Kühlschrank, ich will mich hineinlegen in das schmierige Ockergelb und von allen Seiten berührt werden, ich will eingebettet sein in das kühle, schwere Nass, wo kein Laut durchkommt. Der scharfe Senf soll meine wutentbrannten Stirnfalten glätten und mich halten, halten, halten.
Na toll, du sagst, dass Senf mit Depressionen in Verbindung gebracht wird. Ja, no shit, ein Burnout ist in den meisten Fällen eine Depression. Hat der Herr Doktor Oberprimar-Arzt in der neuen Reha gesagt. Er ist mir so furchtbar unsympathisch der Typ, aber er hat voll die sichtbare Haartransplantation, bzw. so ein Kopftattoo, das macht ihn erträglicher. Ich frag mich nach wie vor, warum es in Pflegeeinrichtungen solche Hierarchien braucht und warum vor dem Herrn Doktor Doktor Primarius alle kuschen. Immer diese glatzerten Männleins an der Spitze. I’m bored.
Jedes Jahr mach ich ein Vision Board, um so einen generellen Vibe abzustecken. Dieses Jahr hab ich eine helle, transparente Basis, flatterhaft, dann ein paar bolde Statements “Hol dir deine Energie zurück!” und eine pinke Illustration, die ich euch einfüge. Das war sooooo sehr mein Vibe lately. I simply don’t give a fuck anymore. Ich will frecher auftreten.
In meinen ersten Burnout-Wochen war es ein bisschen scary, weil ich bemerkte eine schulterzuckende Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben. Mehr als einmal dachte ich mir, Ach, wenn mich jetzt die Straßenbahn erwischt, dann ist es halt so. So eine Wurschtigkeit, wenn’s jetzt vorbei sein soll, dann kann ich es auch nicht ändern. Ach du scheiße, wie dringend muss ich raus aus Wien, ahahaha. Ich bin froh, dass diese Phase relativ kurz war, ernsthaft suizidär war ich eh nicht. Und jetzt? Ich kann mir gerade nichts Schöneres vorstellen, als 30 Jahre jung zu sein, einen immensen Knackarsch zu haben, meine Kunst aufblühen zu lassen, den Frühlingsduft aufzusaugen. Mir fällt es leicht, zu leben, ich kann mich an den kleinen Details erfreuen, wie schön die Kastanienblüten zu Boden segeln (Konfetti!) oder hier im 16., wenn die Brudis laute Musik aus ihren Autos spielen. Das ist das Leben, sie leben es. Ich sage zu einer Freundin: “Wenn ich eine Biene wäre, wäre ich jetzt BESOFFEN von den tollen Blütendüften.” Und ich fühl mich wirklich so, besoffen vom Leben. Der Unterschied machts so deutlich, auf gar keinen Fall möchte ich bald sterben, ich hab doch noch so viel vor. Das ist mir alles andere als gleichgültig!!! Es gab ein cooles, virales Reel vor paar Monaten, da singt eine Person “I’ve got a roof over my head, I’m so luckyyyy,” und das sing ich jetzt auch manchmal.
Jetzt, wo ich wieder swipe und diese ganzen “unpolitischen”, “liberalen” Fratzen sehe, ummmm, also es grenzt an furchtbar. Sie sind so platt, wollen alle “mit dir gemeinsam Schabernack treiben” und “am Sonntag bitte wirklich gar nix machen”. Auch schreiben wollen sie nicht, sondern sich lieber gleich treffen. Mir ist es im vergangenen Jahr zwei Mal passiert, dass ich die Typen aus Langeweile geküsst hab und sie direkt im Anschluss, sofortissima, gesagt haben: “Öh ja, wir können auch zu mir fahren?” Da stellt es mir die NACKENHAARE auf, als wäre ein Kuss direkt schon eine Aufforderung, ein Eintrittsticket zum Ficccken? Außerdem haben die beide so mega scheiße geküsst, ich teste das doch mit Absicht, Leuteeeee. Wenn die Person nicht gut küsst, oder wenn der Kuss nicht matcht, dann würd ich doch niemals weitergehen. Wo kommen wir denn da hin, was ist das alles? Ich kann so nicht arbeiten!
Mein Fazit ist: Datingapps sind auch nur ein Zurschaustellen des eigenen Beidltums. Wie geil sie sich dabei fühlen! Schaut bitte her, ich bin so lustig, schaut bitte, ich beim Feiern mit den Bromies ahahah, schaut mal, ich geh gern Wandern und HIER SCHAUT MAL ALLE ich mag Hunde und hier halte ich einen, schauuuuut! Die einzig professionellen Fotos, die sie haben, sind von Hochzeiten ihrer Spezis, ansonsten halt Fitness-Spiegelselfies oder höchstens noch Fortgehen/Urlaub. Am schlimmsten sind die Bikesport-Junkies, so verkrampft. Ich hab fast Mitleid, oh nein, noch einer, der sich auch endlich verlieben will. Oder ficccken will. Good luck, sage ich zu den meisten, viel Erfolg dir!
Und was die für einen faden Musikgeschmack haben, ihr wollt mir nicht ernsthaft erzählen, dass ihr Bibiza und so hört? Auf meinen Musik-Algorithmus bin ich mehr als stolz, ich baue den seit Jahren auf und die Cis-Männers werden sukzessive weniger. Ich hab eine bunte, diverse, BIPOC, FLINTA* Auswahl zwischen Pop, Hiphop, Elektronischem, von düster-mystisch bis cunty-bratty. Viel Auswahl hab ich jedenfalls und ich supporte Artists ganz am Anfang ihrer Karriere, indem ich ihnen folge und dann später im Laufe der Jahre eine Benachrichtigung bekomme, wenn sie was Neues releasen. Ich hab den Eindruck, ihr seid zu pingelig mit euren Abos. Beim Abonnieren geht es nicht drum “Ich find das so toll, das ist genau meins”, sondern “ich supporte, weil Zahlen sind gerade am Anfang wichtig.” So ist auch mein Instagram-Tohuwabohu mit sage und schreibe 7500 Abos entstanden. Nicht, weil ich die alle toll finde, sondern um mit meinem Klick etwas zu bewirken. Kostet ja nix.
So insgesamt fällt mir schon auf, dass mich der 16. Bezirk verändert hat. Am liebsten cosplaye ich hier als Brudi, als Bre, als Abi. Das heißt, ich hab auf einer Kleidertauschparty so ein Hochkant-Täschchen, eine Art Herrenhandtäschchen, gefunden und die trag ich hier stolz über meiner Vintage-Adidas-Jacke. Ich schlapfe und schlurfe langsamer, seit ich hier bin. Bleib stehen, schau auf mein Handy, kratz mich am Bauch. Ich bin voll akklimatisiert hier, hab mich angepasst. Es ist sehr geschäftig im 16., ich fühl mich fast komisch, so ein Homegörl zu sein, mit meinem Puzzle, ihr wisst schon.
Letztens am Kinderspielplatz hab ich mit den Kindern geflexed, sie wollten UNBEDINGT, dass ich mit ihnen Fußball spiele, aber ich hab gesagt, dass ich nur gegen Erwachsene spiele. (“Kannst du kein Fußball? - Doch, natürlich kann ich Fußball spielen, aber wisst ihr, ich bin schon erwachsen, ich spiel nur gegen Erwachsene!”) ICH BIN SCHON ERWACHSEN, was für ein guter Grund, gleich Mal Grenzen zu kommunizieren, I can be so proud of myself. Auf dem Wackel-Wippteil im Erwachsenen-Turngeräte-Bereich hab ich gute 30 Minuten verbracht und es kamen süße Kiddies, die mir zeigen wollten, dass sie das auch können. Da drauf rumbalancieren. Ein Mädel konnte sogar auf einem Bein balancieren, da war ich impressed. Da hat sie mehr flexen können, als ich. So ist das bei uns im 16., ich mit den Kiddies am Spielplatz, den rauchenden Vätern und den missmutig dreinschauenden Müttern. Ich in meinem Migra-Look, fehlt nur noch Goldkette und Marlboro. Dann würd ich die kleinen Zwerge im Fußball aber so hart abziehen, dass sie sich heulend im Dreck wälzen, während ich genüsslich meinen Siegestanz tanze und Deutschrap zitiere.
Ich hab eine neue Freundin. Sie heißt Natalie und kommt aus Melbourne, Austraya (bitte so aussprechen, als hättet ihr eine heiße Kartoffel im Mund!). Ich hab sie vor einem Jahr in Athen kennengelernt, als ich dort eine Woche allein herumstrawienert bin. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich hab mich in ihren Akzent verliebt, “here” spricht sie ganz süß aus “hiaaa”. Jetzt sind wir Kumpelinen, hören uns regelmäßig per Sprachnachricht. Sie schickt mir Fotos von ihrem Hot Girl Walk oder von tollen Blumen, sie liebt Blumen. Sie hat einen griechischen Papa und auch die Staatsbüger*innenschaft und deswegen ist sie nach Greece ausgewandert und versucht dort, mit ihren Wurzeln zu connecten. Sie ist ein oder zwei Jahre älter als ich und ihre Ansprüche an eine Partnerschaft hoch. Das heißt, dass sie ein gewisses Level an Persönlichkeitsentwicklung voraussetzt, oder zumindest Therapieerfahrung, weil sie das selbst so viel betrieben hat in den letzten Jahren. What a fucking Queen! Sie hat mir neue Podcasts empfohlen: Back from the borderline (witchy, spiritual, inner work) und The Florence Given Show (live a sexy, lush life, girly pop). Ich mag sie sehr gern, also Natalie, die Podcasts auch, aber vor allem Natalie, und ich glaub, ich tu mir mit long-distance deepen Connections zur Zeit leichter.
Um mit meinem Cousin in der Türkei eine Connection aufzubauen, hab ich ihm eine Playlist erstellt. Mit ihm verbinde ich vor allem rock/grunge Emo-Songs, wunderts wen, wenn ich euch erzähle, dass ich mehrere Cousins hab, die voll die Metaler sind? Ein Song von mir für ihn war “Something Beautiful” von Miley Cyrus, der eskaliert so schön. Zu meinem 30er hat er mir dann eine Playlist zurückgeschickt, die viel poppiger war als meine - überraschend! Ich dachte, er hört nur harte Sachen, aber dem ist nicht so. Und da hat er mir auch einen Miley Cyrus Song zurückgeschickt (Nothing Breaks Like a Heart). Als unsere Oma, unsere Nene (Begriffserklärung kommt gleich) gestorben ist, haben wir gemeinsam Coldplay gehört (I’m going back to the start…) Über Musik kann ich sehr gut connecten und mittlerweile hab ich mehreren Freundinnen, auch meiner 17-jährigen Schwester, Playlists angelegt (meine Schwester fand die Playlist scheiße, also hab ich eine zweite Runde gestartet, ist verlinkt). Mir macht das total Spaß, den musikalischen Vibe einer vertrauten Person treffen und bereichern zu wollen. So kann man auch Nähe aufbauen. Und man lernt die Nuancen der anderen Person besser kennen.
Nene ist die türkische Bezeichnung für Oma, das Nene ergibt sich aus “AnneAnne”, also MutterMutter. Die Mutter der Mutter, das heißt streng genommen darf man Nene nur zur Oma mütterlicherseits sagen. Väterlicherseits heißt sie BabaAnne, also VaterMutter, die Mutter des Vaters. Meine türkische Oma müsste also von mir eigentlich Babaanne genannt werden, weil väterlicherseits. Aber weil ich ein kleines süßes Kind war, gehätschelt und verköstigt wurde und mit meinen 2 Jahren noch nicht “Babaanne” sagen konnte, durfte ich ausnahmsweise Nene sagen und das ist bis heute geblieben. Sie hatte im Sommerurlaub am Meer einen ganz tollen türkisen Zweiteiler, so ein Omi-Gewand, aber unendlich chic. Sie war, wie ihr euch denken könnt, die beste Nene der Welt, sie hat die anderen im OKEY-Spielen abgezockt, sie hat die Hühnchen-Knochen bis aufs letzte Fitzelchen abgenagt und sie hat ihre Zigaretten am Gasherd angezündet und NIE ABGEASCHT. Kennt ihr das, wenn die Zigarette immer weiter abbrennt, als Kind sitzt du schon ganz ungeduldig daneben und fixierst die Glut, aber die Omi merkt es gar nicht, bis dann die Asche irgendwann abbricht? Horror!
Es war extrem schwer, sie zu verlieren, das erzähl ich euch vielleicht in meinem Buch. Sie war, sie ist. Sie war so stark und ich wünschte, sie hätte nicht in so einem beschissenen patriarchalen System gelebt, ich wünschte, sie hätte mehr Freiheit und Selbstbestimmung gehabt. Ich hätte sie gern besser kennengelernt. Sie ist - sie besucht mich hin und wieder, das spür ich im ganzen Körper als rieselndes Gefühl. In mir wird alles golden und strahlend, weich. Dann zünd ich eine Kerze an und begrüße sie. Bedanke mich bei ihr. Ich sitze dann ganz still da und lass mich von ihr berühren, besuchen. Sie ist immer noch unendlich powerful, ich mein, sie hatte mich quasi in ihren Ovaries, also nicht nur quasi, sondern literally. Sie war die Schönste von allen, mit rauchiger Stimme, einem herzlichen, bauchigen Lachen. Der Spark in ihren Augen. Sie hat gern erzählt, was man sich halt so erzählt über die anderen, und gelacht. Wir haben sie alle gern gehabt, nur leider haben alle Männer der Familie sie zum Sündenbock gemacht, als sie sich von meinem Dede getrennt hat. Da durfte niemand drüber reden, aber sie durfte ihn weiterhin täglich bekochen. Wenn ich könnte, würde ich ihr mein queerfeministisches Leben zeigen, meine Kunst, mit ihr auf einen Baum klettern und Kirschen futtern. Ich würde mit ihr singen und ihren Goldschmuck anprobieren. Ich würde ihre kühlen, wabbeligen Oberarme in dem tollen türkisen Zweiteiler anfassen und mich zuhause fühlen.
Also es ist ja so, oder…? “Das ist die Erfahrung, die sie gemacht haben,” würde jede Therapeutin in meinem Leben korrigieren. Gut, also ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Cis-Männer sich halt zurücklehnen und der Meinung sind, sie machen eh alles richtig. Weil sie ja eh die Nice Boys sind, die niemals eine Person vergewaltigen würden. Niemals! Und meine Erfahrung ist, dass diese Nice Boys dann glauben, das reicht schon. Wie soll ich sagen, aus meiner Erfahrung heraus, bin ich enttäuscht über diese ignorante Zufriedenheit. Ich werd seit Jahren nicht müde, auf Missstände hinzuweisen. The girlies are not alright, the Trans* people are not alright, die Migras und BIPOCs sind sowieso... Wir sind furchtbar müde, abgehalftert, runtergewirtschaftet. Wo sind die white Cis-Boys, die richtig lieben Nice Dudes, die darauf aufmerksam machen? Redet ihr über sowas jemals mit euren Bromies??
Was meine Girlies & Themsies teilweise für Gehälter verhandeln, weil sie Netto mit Brutto verwechselt haben, weil sie irgendeine Ausbildung nicht ganz fertig gemacht haben. Weil sie “eh nicht so viel Geld brauchen”. Ich KOTZE, wirklich, ich KOTZE darüber, wie ungleich wir leben. Was ich schon für Tausende von Euros in meine Therapie investiert habe, weil traumatisierte Männer in meinem Leben das nicht gemacht haben. Ich bin zur Zeit so broke, weil ich die letzten Jahre auch schlecht gewirtschaftet hab, ich hab mich massiv unter meinem Wert verkauft. Nur so als Erinnerung, ich find das wichtig, vielleicht hab ich’s eh schonmal geschrieben, aber ein durchschnittlicher, nicht sonderlich ausgebildet-in-anything Dude verdient in unserer Gesellschaft in einem normalen Brotjob 4000€. Brutto (know the difference, babeeeees).
Auf einem Konzert lerne ich eine Musikerin aus Kolumbien kennen, sie lebte zuvor zwei Jahre in Oberösterreich und hat dort ihr Leben nicht gepackt. Sie erzählt, dass bei einem ihrer Konzerte auf einmal sichtbare Nazis mit sichtbaren Nazi-Tattoos reingekommen sind. Als sie die Veranstalter*innen gefragt hat, warum die niemand rauswirft, meinten die wohl, dass da niemand was dagegen sagen wird. Das ist so und das bleibt so. Das ist ein Skandal, für ein Land wie Österreich, so wenig Verantwortung zu übernehmen. Menschen mit internationaler Geschichte rein GAR NICHT schützen zu wollen. Queere Menschen sich selbst zu überlassen. Sie der Gefahr zu überlassen. Gleichzeitig sind die Nazis ganz chillig unterwegs, treffen sich jährlich zu ihrem Ball und spazieren im Parlament ein und aus. Martin Sellner ist fast mehr zu einer Internet-Sensation geworden, als zu einer wahren Bedrohung. Und die lieben Nice Dudes, die eh voll die guten sind und eeeeeh auch Feministen? Machen die aktiv was gegen die Nazis im Land? Ich finds halt bisschen underwhelming so insgesamt, sorry, ich mein natürlich, das ist die Erfahrung, die ich gemacht hab! Ich persönlich kenne nur FLINTA* Personen, die sich organisieren und 161-Spontis machen. Just sayin.
Nach so viel Bauchkratzen mit den Bres im 16. habe ich das Bedürfnis nach Kreisen, nach Events, wo ICH mal underdressed bin. Letztens auch wieder einen Kommentar kassiert: “Wo gehst du denn hin?” als ich einen schwarzen Onesie im Blaumann-Einteiler-Stil anhatte. Ich so “Einbrechen”, die Carla so “Auto lackieren”. Ja, es ist eh total witzig, über meinen Kleidungsstil zu scherzen, haha, aber ich wünsche mir ein anerkennendes “cooler Look” und nicht immer das Herumstirln in allem, was andersartig ist. IHR REGT MICH AUF, aber das beschreibe ich dann in meinem Buch, das in diesem versifften Literatur-Beidltum auch hoffentlich verlegt wird. Obwohl - da schraub ich meine Erwartungen lieber gleich runter, wir leben immer noch in einem “Willkommen Österreich”-Kosmos, wo sich Niavaranis und Haders und Grissemänner und Kliens gute Nacht sagen. Ihr könntet langsam alle so eine Turkish Hairlines Haartransplantation gebrauchen, lasst euch die Köpfe tätowieren, ihr seht alt aus.
Peace out.
Euer Bre ;)
Danke fürs Lesen, danke für die bezaubernden Rückmeldungen. Die nächste Ausgabe ist auch schon fertig geschrieben, mich durchdringt gerade ein Schreibefluss, wie ich ihn noch nie davor hatte. Schickt mir Roman-Empfehlungen, ich mag dicke Schinken und historische Romane, preferably written by Women, thank youuuuu. (Wehe es kommt mir irgendwer mit Glattauer, dann entfern ich euch eigenhändig von meiner Emailliste ahahah)

